vor Anker: Île d’Houat

der Sommer will gar nicht aufhören und bei wundervollem Wetter ist unser neues Ziel die Insel Hoat

Wir steuern die östliche Bucht, Rade de Hoaut an, um dort zu ankern. Eine wundervolle weite Bucht mit einem wunderschönen Sandstrand. In der Saison ankern hier auch mal locker über 100 Yachten, auch jetzt sind es gut noch die Hälfte, aber es ist Platz genug und bei dem Wetter sind es fast karibische Verhältnisse.

Auf dem Weg hierher hat sich ein großer Büschel Seetang in Schraube und Ruder verfangen, sodass es jetzt fast eine Freude ist, Karl von diesem Ballast tauchenderweise zu befreien.

Das Dingi ist schnell startklar und wir paddeln an Land, um die Insel zu erforschen. Hier spürt man deutlich: Die Saison ist eigentlich vorbei und es ist Ruhe eingekehrt. Der kleine historische Dorfkern ist hübsch, aber die Ferienhäuser ringsum bestimmen das Bild. Architektonisch hat es nicht so viel zu bieten, aber es strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.

Am Montag hat von den wenigen Lokalitäten dann auch wirklich alles zu und bei der Wanderung, die wir unternehmen, fällt uns das Terrain des riesigen Campingplatzes auf, der in der Mitte der Insel in der Sonne vor sich hinbrütet. Wie mag es hier in der Hauptsaison sein, wenn dieser Platz voll besetzt ist? Kein Baum, kein Strauch schützt hier vor Wind und Sonne. Keine wirklich schöne Vorstellung. Jetzt ist aber alles leer bis auf eine urige Zeltburg mit Jurten mitten auf dem riesigen Gelände. Wer auch immer hier wohnt, die Aussicht ist mit Sicherheit grandios, aber man ist der Natur bedingungslos ausgesetzt.

Am Dienstag wollen wir weiter. Es ist Westwind angesagt. Den wollen wir nutzen, um nach Pririac sur Mer zu kommen.

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