Winterpause

Loctudy ist erreicht und für Freitag Nachmittag haben wir den Termin vereinbart, um Karl aus dem Wasser zu holen.

Also haben wir noch drei Tage zu Verfügung, damit Karl soweit winterfest wird. Am Mittwoch fegt der erste Herbststurm über den Hafen und bei auflaufender Flut wird deutlich, was Strömung gegen den Wind an Welle hervorrufen kann. Die Schiffe, grade auf dem äußeren Besuchersteg sind mächtig am tanzen und zerren ordentlich an den Leinen. Nach drei Stunden ist Hochwasser da und der Spuk legt sich so schnell wie er gekommen ist. Am Donnerstag Nachmittag können wir dann bei schönstem Sonnenwetter die Segel abschlagen, alles sauber machen, das Schiff ausräumen. Schließlich ist das Schiff leer und das Auto voll.

Nebenbei besuchen wir noch den Markt in Pont-l’Abbé, essen dort das letzte Galette , gehen zum Abschluss abends im Nachbarort Lodonnec gut essen und sind bei Nieselregen am Freitag bereit, Karl aus dem Wasser holen zu lassen.

Als wir um die Ecke auf die Rampe zufahren, ist der Trecker schon mit dem Hänger im Wasser und eine Minute später steht Karl auf dem Trockenen an Land. Mal wieder sehr professionell.

Kurz wird das Unterwasserschiff noch abgestrahlt (mittlerweile alles mit Salzwasser/ mit Süßwasser ist es weiterhin verboten) und schon sind wir bereit, Loctudy für dieses Jahr den Rücken zu kehren.

Am Spätnachmittag brechen wir dann Richtung Lorient auf, um in Guidel, kurz vor Lorient, zur gebuchten Pension zu kommen, um dort zu übernachten.

Wir haben ja schon viel erlebt, aber diese Pension übertrifft all unsere Erwartungen. Ein sehr liebevoll und architektonisch gut gemachter Umbau eines alten Bauernhauses mit einer sehr sehr netten Gastgeberin. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und könnten glatt ein paar Tage länger bleiben. Wunderschön hier.

Auf Empfehlung der Gastgeberin gehen wir anschließend noch in Guidel Plage unsere ersten Jakobsmuscheln (die Saison hat grade erst begonnen) und die letzten bretonischen Muscheln essen.

Nach einem guten Frühstück geht´s dann auf ins nahe Lorient. Im Internet hatte ich gesehen, das Boris Herrmann mit seiner Malizia 4 am Morgen nach einem erneuten 24 Stunden Training mit viel Pech – das Großsegel war bei Starkwind gerissen – wieder nach Lorient zurückgekehrt ist. Da unser Segelmacher direkt an der Base liegt und wir noch ein bisschen früh dran sind, entscheiden wir uns nochmal beim Stützpunkt Malizia vorbeizufahren. Und richtig, die Malizia liegt dort und Boris Herrmann ist ebenfalls an Bord, heftig am diskutieren mit dem Technischen Team. Es liegt Anspannung in der Luft, trotzdem fragt Silke Ihn, ob wir ein vom Ihm autorisiertes Foto machen dürfen. Ein bisschen Smaltalk, aber nach 24 Stunden Training, Stress bei Starkwind und Schaden am Großsegel ist es nur kurz und ein Wunder das er sich überhaupt die Zeit nimmt. Sehr sympathisch ! Wir wünschen Ihm alles Gute für die am 1. November 2026 startende Regatta Route de Rhum

GO BORRIS GO

Anschließend erhalten wir dann beim Segelmacher unser Goldstück (sh. Bericht Loctudy) und brechen Richtung Heimat auf. In Caen machen wir nochmals Pause, gucken uns die Stadt an, übernachten dort, um dann am Sonntag Abend gut zu Hause anzukommen.

Resümee und Statistik von diesem Segelsommer folgen …

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