Pornic

So langsam denken wir an die Rückfahrt nach Loctudy.

Spätestens Mitte Oktober soll es mit Karl aus dem Wasser gehen. Ansonsten machen wir es größtenteils vom Wetter abhängig, wie lange wir bleiben. Die letzten Tage war es einfach wundervoll. Tagsüber zwischen 25 und fast 30 Grad. Nur abends merkt man schon, dass es langsam Herbst wird.

Da das Wetter ab Sonntag deutlich schlechter werden soll, beschließen wir, dass es langsam zurückgeht. Aber noch wollen wir die Vendée nicht verlassen und entschließen uns, nach Nordosten zum Hafenstädtchen Pornic zu segeln.

Nach den Windvorhersagen gehen wir davon aus, dass wir mal wieder motoren dürfen. Bei angesagten 4–5 kn Wind direkt von vorn ist es sinnlos, zu kreuzen. Aber siehe da, aus 4–5 sind 8–10 geworden und wir kreuzen mit einem französischen Boot um die Wette aus dem Hafen heraus. Nach drei Schlägen dreht der Wind ein wenig und wir können sogar Pornic direkt anlegen. Zwar nicht schnell, aber alles ist gut. Auf halber Strecke begegnen wir Lungenquallen . Diese sind enorm groß, bis zu einem Meter, und sehr klobig. Man möchte Ihnen nicht beim Schwimmen begegnen, obwohl sie absolut ungefährlich sind.

Wir erreichen den Hafen und bekommen einen Liegeplatz zugewiesen mitten zwischen Dauerliegern. Eigentlich ist es an den Gästestegen besser, denn hier sind Gleichgesinnte und man kommt schneller in Kontakt. Außerdem ist es meist näher an den Sanitärtrakten. Der Jachthafen ist ein in den Siebzigern künstlich angelegter Hafen direkt vor der Küste. Über einen wundervollen Fußweg erreicht man nach knapp 1,5 Km das sehr pittoreske Städtchen Pornic, incl. Burg/Schloss, welches direkt äußerst malerisch an der Bucht Anse aux Lapins liegt.

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