zurück in der Bretagne: La Turballe

Die Überfahrt von Pornic nach La Turballe war recht ereignislos. An beiden Caps gab es Wind, teilweise bis 15 kn. In der Mündung der Seine war es dann wie erwartet wieder so ruhig, dass der Volvo übernehmen musste. Nur der Atlantikschwell hob uns kontinuierlich einen Meter an, um uns dann sanft wieder fallen zu lassen.

Über den Ort La Turballe muss man nicht viel berichten. Wie in so vielen Häfen der Bretagne teilt sich der Hafen in einen Fischerhafen und einen Jachthafen. Der Ort, geprägt durch den Sommertourismus, schließlich gibt es direkt südlich wunderbare Sandstrände bis nach Croisic.

Diese erkunden wir am nächsten Tag mit dem Fahrrad und fahren bis zur südlichen Spitze. Hier gibt es ein etwas verfallendes Gebäude,ehemals Krankenhaus/Pflegeanstalt/Rehabilitationszentrum, seit 2017 umgezogen nach St. Nazaire und jetzt leerstehend. Ein etwas komisches Gefühl überkommt einen, wenn man den etwas nördlich, abseits der Straße liegenden Kinderfriedhof besucht. Ca. 100 Gräber von Kindern zw. 0 und 15 Jahren, alle aus den 30er Jahren. Vor dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte sich das Krankenhaus sowohl auf Tuberkulose als auch auf Kinderlähmung und war in den 50er Jahren wohl führend in Frankreich bei der Behandlung gerade von Kinderlähmung.

Zurück geht es dann durch die Salzfelder und mit einem leckeren Abendessen im Chez P’tite Casquette.

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