Piriac sur Mer
Anker auf in Houat. Für heute ist guter Wind vorhergesagt.
Allerdings müssen wir ein wenig aufpassen, denn der Hafen von Piriac ist gezeitenbedingt nicht immer anzulaufen. Schnell stellen wir fest, dass der Wind stärker ist als vorhergesagt und wir damit deutlich schneller sind als erwartet. Also reffen wir die Genua und treten somit auf die Bremse.
Wir erreichen den Hafen, bekommen einen Liegeplatz längsseits am Steg angewiesen und der Anleger klappt trotz starkem Seitenwind perfekt.
Der Hafen als auch der Ort versuchen zu überzeugen. Das gelingt, aber alles ist auf die touristische Saison ausgerichtet. Jetzt ist immer noch viel los, auch wenn sich die Menschen in der „Einkaufsstraße“ nicht mehr so drängeln und der Altersdurchschnitt deutlich über unserem liegt.
Am Abend sitzen wir noch mit Brigitte und Rolf zusammen, die am nächsten Tag mit ihrem Boot zu ihrem festen Liegeplatz an dem Flüsschen Vilaine in Arzal wollen. Das hat allerdings einen Haken. Der Hafen liegt hinter einer Schleuse, und wegen der anhaltenden Wasserknappheit hier in der Bretagne werden die Schleusen gar nicht mehr oder wie an der Vilaine nur noch einmal die Woche für einen Schleusengang geöffnet, um die Versalzung des Hinterlandes zu verhindern. Hier haben sich schon über vierzig Schiffe angemeldet, in die Schleuse passen aber nur etwa 20 Schiffe. Der Rest hat Pech gehabt. Die Wasserknappheit ist ein großes Thema. Die Bretagne ist ausgetrocknet. Schiffe dürfen nicht mehr mit Süßwasser gewaschen werden und auch die Trinkwasserentnahme ist für 1–2 Stunden am Tag in den meisten Häfen begrenzt. In manchen Sanitäranlagen ist das Duschwasser deutlich eingeschränkt und überall hängen Schilder zum Wassersparen.
Natürlich ist es für uns schön, das Wetter. Seit August haben wir keinen nennenswerten Regen abbekommen. Die Temperaturen sind für Ende September deutlich zu warm (heute 28 Grad). Es fühlt sich noch immer wie Hochsommer an …








