Vannes
die offizielle Website des Tourismusverbandes der Bretagne beschreibt Vannes wie folgt:
Diese Stadt versteht es wie keine andere, Besuchern den Kopf zu verdrehen. Nur 2,5 Stunden von Paris, am Golfe du Morbihan gelegen, hat sich die mittelalterliche Stadt Vannes mit ihrem leicht rebellischen Jachthafen ihr Temperament bewahrt. Schön, genießerisch, kulturell. Niemanden gibt es, der ihrem außergewöhnlichen Kulturerbe und vor allem ihrer Energie widerstehen kann, die das ganze Jahr über Funken schlägt. Vannes ist eine Stadt, die sich in keine Schublade stecken lässt.
Was sie mit „rebellisch“ in Verbindung mit dem Jachthafen verstehen, bleibt ein wenig im Ungewissen. Aber wir denken, der Rest stimmt auf jeden Fall. Aber von vorn:
Wir brechen gegen zwei Uhr in Quiberon auf, nachdem der Hafen uns gezeitenbedingt entlässt. Mit im Schnitt 10kn Wind geht’s problemlos bis Port Navalo,zum Zugang in die Bucht von Morbihan. Mit auflaufendem Wasser und bis zu 9 Knoten Strom von hinten geht’s hier recht turbulent zu und Karl erreicht in der Spitze eine Geschwindigkeit von 14 kn über Grund. Hinter der Enge beruhigt sich das Ganze ein wenig, aber es geht trotzdem zügig weiter. Eine wunderschöne Landschaft tut sich auf. Eine Mischung aus norwegischen Schären und friesischen Seen. Der Golf von Morbihan halt. Nach 9 Seemeilen erreichen wir den Zufahrtskanal nach Vannes. Sowohl die Brücke als auch die Schleuse sind geöffnet und der Hafenmeister kommt mit dem Schlauchboot und weist uns einen Liegeplatz an.
Die wunderschöne Altstadt empfängt uns. Touristen, Einwohner, Studenten – alles ist hier vorhanden. Eine Unzahl an kleinen, meist exklusiven Boutiquen und schönen, recht preisgünstigen Restaurants erwarten die flanierenden Menschen.
Um 24 Uhr feiern wir mit einem guten Cremont und einer kleinen Macarontorte in Silkes Geburtstag hinein, zu dem wir dann abends auch sehr lecker essen gehen.
Am Hafen wird gejoggt, sich getroffen, ein Apero getrunken und die Jugend trifft sich hier bis spät in die Nacht (am Wochenende). Am Samstag ist großer Markt, incl. großer Fischhalle zusätzlich zur Markthalle. Open Air zieht sich der Markt fast durch die ganze Altstadt. Wahnsinn, was hier los ist.
Zum Jachthafen: Am Anfang lagen wir etwas weiter entfernt, konnten aber am nächsten Morgen problemlos direkt zum modernen Sanitärgebäude verlegen und waren dann auch kaum 100 m vom Stadttor zur Altstadt entfernt. Hier gibt es tolle und auch reichlich Duschen, nur an Toiletten wurde gespart. Was sich der Planer dabei gedacht hat, bleibt unklar.
Am Sonntag ging es dann retour durch den Golf. Dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein, aber bei gleich hoher Strömung( die Strömung ist Gezeitenabhängig: bei steigender Flut geht Richtung Vannes, nach der Flut,mit sinkendem Wasser Richtung Atlantik …) . Kurz bevor wir zurück in den Atlantik gespuckt wurden, entstand sogar eine Zone mit ca. 0,5–1 m Welle, in der Wildwasserkajaks ihre pure Freude hatten und auch Karl schon ein wenig ins Hüpfen kam.








