Noirmoutier-en-l’Île: Insel für Salz und Kartoffeln
wir verlassen die Bretagne in Richtung Süden.
Von Piriac aus überqueren wir die Loiremündung in Richtung der Insel Noirmoutier. Eigentlich fast eine Halbinsel. Im Süden gibt es eine Brücke und im Westen eine Straße, die allerdings nur bei Ebbe befahrbar ist und die Insel mit dem Festland verbindet.
Zwar kein perfekter Segeltag, wegen Windmangels mussten wir die Hälfte der 30 Seemeilen motoren, aber dass sich die Vendée so von der Bretagne unterscheidet, hätten wir nicht gedacht. Es ist als ob wir ein neues Land betreten würden. Wir sind im Süden angekommen. Fast mediterran muten die weißen ein- bis zweigeschossigen Häuser mit roten Ziegeldächern an.
Ein wirklich bemerkenswerter Wechsel. Am nächsten Morgen packen wir die Räder aus, um sowohl die großen Salzfelder im mittleren Teil, als auch die Austernzuchten an der Ostseite der Insel zu entdecken. Im Vorfeld haben wir uns schon eine kleine Austernzucht angeschaut, wo man nicht nur Austern kaufen, sondern sie auch gleich frisch aus dem Wasser genießen kann. Frischer geht es nicht und entsprechend lecker sind sie auch (für Sonntag landen dann auch noch ein paar im Rucksack). 🙂
Am Sonntag entdecken wir noch die kleine lebhafte Hauptstadt Noirmoutier, genießen den großen Markt mit seinen vielen Ständen. Besichtigen die Burg mitten in der Stadt, als auch die Nordostküste der Insel mit ihren Wäldern und wunderschönen Buchten mit weißen Sandstränden. Auf dem Rückweg kommen wir dann an den schon abgeernteten Kartoffelfeldern vorbei, die angeblich zu den besten Frankreichs gehören sollen.
Ein kurzer Abstecher zum Thema Austern, weil es ein wiederkehrendes Thema hier an der Atlantikküste ist:

Austern : Nährwerte, Kalorien und Protein der Muscheln
Die einen denken an ein glibberiges Unterfangen, die anderen an Genuss pur. Wenn es um Austern und ihre Nährwerte geht, dann scheiden sich die Geister. Wir verraten, welche Wirkung Austern haben und warum sich der Genuss vielleicht lohnen könnte.
Es handelt sich hier um ein Zitat aus einer Website eines bekannten Kühlschrankherstellers, mit meiner Meinung nach guter Beschreibung, warum Austern nicht nur ein Genuss, sondern auch wirklich gesund sind. Wir mögen sie, haben mittlerweile gelernt, wie man sie öffnet, und hier auf den Märkten, in Fischläden als auch direkt bei den Züchtern, sind sie tatsächlich kein Luxus. So kostet ein Dutzend (man bekommt aber immer dreizehn) zwischen 4 und 7 Euro, je nach Qualität und Größe. Die Menschen hier genießen Sie fast zu jeder Tageszeit, ob direkt am Morgen auf dem Markt, oder vor dem Mittagessen, ebenso wie am Spätnachmittag zum Aperitif, aber immer mit einem Gläschen gekühlten Weißwein, am besten einem Muscadet.








