Loctudy – Sommerpause

Bei unserer diesjährigen Planung war uns bewusst, dass wir im Juli und August auf jeden Fall pausieren müssen.

Es liegt Arbeit an, die leider nicht auf den Herbst warten kann.

Einen Liegeplatz in der Bretagne und dazu noch in der Hauptsaison für zwei Monate zu bekommen, ist schwierig aber nicht ganz unmöglich. Wenn man diese Klippe überwindet, ist es aber sehr kostspielig. Nach Recherchen im Winter war uns bewusst, dass es sich lohnt, Karl für zwei Monate aus dem Wasser holen zu lassen. Da gibts in der Hauptsaison Platz genug und die Preise sind incl. rein / raus erschwinglich.

Mittlerweile gibt es in der Bretagne sogar Hafenmodelle, bei denen das Schiff prinzipiell auf dem Trockenen liegt und bei Benutzung erst ins Wasser kommt. Da gibt es dann ein Ganzjahresabo Modell von 3 x im Jahr rein raus bis zur Flatrate …

Also haben wir nicht mehr nach Liegeplätzen gesucht, sondern nach Möglichkeiten Karl an Land zu platzieren. Fündig wurden wir u.a. in Loctudy. Das passte auch von unserer Reiseplanung, sodass wir uns im Mai / Juni nicht beeilen mussten.

Loctudy, wieder ein Ort bei der Fischindustrie und Tourismus eng zusammen gehen. Der Fischereihafen, direkt neben dem Yachthafen, ist spezialisiert auf Langusten und Krustentiere. Hier kann man – sozusagen direkt vom Kutter – in zwei Fischläden ( Poissonneries) alles an Fisch und Krustentieren bekommen, was das Herz begehrt. Frischer gehts nicht.

In der Hafeneinfahrt zwischen Loctudy und Ile de Tudy liegt der berühmte schwarzweiss karierte Leuchtturm Tourelle de la Perdrix.

Ein großer moderner Yachthafen mit allem, was dazugehört, incl. kostenlosen Fahrrädern zum Einkaufen in der Stadt, erwartet die Segler*innen.

Loctudy besticht mit gedrosseltem Tourismus, während auf der Ile Tudy gegenüber, der Tourismus der bestimmende Faktor ist.

Landschaftlich liegt Loctudy an der Mündung des Rivière de Pont-l’Abbé. Ein wunderschönes Flussdelta, welches strengen Naturschutzauflagen unterliegt. Wir beschließen mit dem Dingi den Fluss nach Pont-l’Abbé hochzufahren, um die Landschaft vom Fluss aus zu genießen. Es lohnt sich.

Pont-l’Abbé, die Hauptstadt des Bigoudenlandes,wurde von Guy de Maupassant als „bretonischster aller Orte der traditionellen Bretagne“ beschrieben. Auch hier atmet die Geschichte einer Handelsstadt des Mittelalters und lädt zum Verweilen ein.

Nach dem Packen unserer Sachen war es dann Zeit in Quimpere unsern, bei Check 24 gebuchten, Mietwagen abzuholen. Mit dem sollte es dann one Way zurück nach Deutschland gehen. Leider war dies nicht ganz so unproblematisch wie gedacht/gebucht, denn der Vermieter vor Ort war mit unserer One Way Buchung bei der Abholung in Quimpere nicht einverstanden. Erst unter Einschaltung des Vermittlerbüros konnte eine Lösung gefunden werden. (Stress PUR, aber nochmals Danke an das Team von Check 24).

Letztendlich hat alles geklappt und grade noch rechtzeitig waren wir in Loctudy zurück, um Karl aus dem Wasser zu bringen. Hochprofessionell wurde dies dann erledigt und innerhalb von 15 Minuten konnten wir uns von dem etwas traurigen, auf Land stehenden Karl, verabschieden.

Wenn alles gut geht, werden wir uns im Herbst wiedersehen und ab September dann über das herbstliche Segeln in der Bretagne berichten. Wir freuen uns darauf …

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