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Refit Frühjahr 2022 | Ladesysteme

Landladegerät defekt und das zu Beginn der Saison.

Schon lange, sehr lange steht die Umorganisation und Umverortung der Ladegeräte auf unserer To Do Liste. Bislang waren Landstrom, Laderegler für Wind und Sonne gut versteckt am hintersten Ende des Bootes am Schott zwischen Boiler und Ruderwelle auf der einen und Backskiste auf der andern Seite. Erreichbar mit viel Krabbelei, aber nicht ohne weiteres einsehbar und auch nicht die trockenste Stelle des Bootes. Schon im Sabbatical, während unserer Probleme mit dem Laderegler der Windanlage, hatte ich diesen Regler provisorisch an das Fussende der Koje verlegt. Seitdem steht die Aufgabe an, alle Regler besser erreichbar und an einen besser durchlüfteten Ort zu verlegen.

Keine schöne Aufgabe. Theoretisch einfach, praktisch der Horror. Schon beim ersten Refit, der Erweiterung der Batterien etc., hatte ich diese Aufgabe heillos zeitlich unterschätzt. Komplette Achterkabine leerräumen, Matratzen raus (wir haben vom Voreigner Tempurmatratzen; wer weiss, wie schwer, aber auch, wie gut die sind, hat eine Ahnung, was das bedeutet), Verkleidungen abbauen und dann kommt man, wenn man jung, klein und wendig ist, an alles heran und es sollte alles in einem Tageswerk erledigt sein. Wenn man aber ein grosser, mittlerweile wenig wendiger, alter Mann mit Bandscheibenvorfall ist (Selbstmitleid tut so gut), ist es die Hölle.

Für das neue Landstrom-Ladegerät haben wir uns für ein Victron Blue Smart 30A entschieden. Das ist die doppelte Leistung des alten Ladegerätes und sollte mehr als ausreichend für unsere 400 A Verbraucherbatterien sein. Normalerweise sagt man, sollten es etwa 10% der Batteriekapazität sein. Selbst die 15 A haben wir nie gebraucht, da durch Motor (Sterling LI-Ba Lader), Sonne oder Wind die Batterien beim Erreichen des Hafens meist schon wieder so gut wie voll waren. Beim Langstreckensegeln ist unser Batteriestand nie unter 80% der Verbraucherkapazität gesunken. Das sind bei effektiven 375 A knapp 80 A, die morgens nach einer durchsegelten Nacht geladen werden müssen. Mit Sonne und Wind waren die, im schlechtesten Fall, am frühen Nachmittag wieder geladen. Eine Viertelstunde motoren, mit max 40 A/H vom Motor beim Einfahren in den Hafen, und die Batterien sind beim Anlegen schon so gut wie voll. Für den Reststrom haben die 15 A immer gereicht. Sollte das ein Profi unter Euch lesen, möge er mich bitte korrigieren, wenn dies nicht so der Fall sein sollte. In der Praxis hat das immer funktioniert…

Nach viel Osterkrabbelei habe ich es also geschafft, alle Ladegeräte auf einer hinterlüfteten, nicht brennbaren Alucobondplatte ordentlich in der Achterkabine so zu montieren und zu verdrahten, dass alles übersichtlich und ablesbar ist. Jetzt fehlt noch die Verkleidung und Karl ist wieder ein klein bischen moderner und sicherer.

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